Geschichte

E N T S T E H U N G S G E S C H I C H T E 

Anno 1896 wurde der Schützenverein vom damaligen Dorflehrer Lehner im Gasthaus Germaier aus der Taufe gehoben. Aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg sind außer dem nachfolgenden Foto mit den Gründungsmitgliedern keinerlei Aufzeichnungen mehr vorhanden.


Die Gründungsmitglieder im Jahr 1896 


Am 30. Januar 1919 wurde unter Vorstand Kaspar Lechner der Schießbetrieb wieder aufgenommen. Man weiß aus Erzählungen, dass auf einem Stand mit dem legendären Zimmerstutzen immer freitags geschossen wurde. In den folgenden Jahren bekleideten Simon Gruber, Josef Lohner und Franz Thalmaier den Posten des 1. Vorstandes. Michael Schraufstetter aus Schnirklaich übernahm das Schützenmeisteramt im Jahre 1929 und bekleidete dieses bis zum Jahr 1950, wobei während des 2. Weltkrieges bis fünf Jahre danach der Schießbetrieb eingestellt war. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurde Schützenmeister Schraufstetter auch als Vorsitzender "ohne Waffen und Mannen" bezeichnet. Erst fünf Jahre nach Kriegsende erlaubte die Besatzungsmacht USA das sportliche Schießen mit Luftgewehren wieder.
Am 20. Oktober 1950 entschlossen sich 25 schießfreudige Burschen und Männer, den Schützenverein zum zweiten Mal zu gründen. Im Gasthaus Ettmüller in Hofkirchen wählte die Versammlung Nikodemus Lohner aus Tegernbach damals zum 1. Vorsitzenden. Ein Jahresbeitrag von 1 Mark wurde festgelegt.
Der Höhepunkt nach der Neugründung war die Anschaffung einer Schützenfahne. Sie wurde im feierlichen Rahmen am 20. Mai 1951 von Herrn Hochwürden Aschauer geweiht und der Verein auf den Namen Hubertus getauft. 40 Vereine aus der Umgebung reichten sich aus diesem Anlass die Hände und in einem Festzug vereint zogen sie nachmittags durch den Ort.


Fahnenweihe am 20. Mai 1951 


Daß der Schützenverein Hubertus Hofkirchen auch im Kreis Erding sich eines guten Rufes erfreute, kam bei der Gründung des Schützengaues Erding durch die Wahl won Franz Sixt in den Gauausschuß zum Ausdruck.
Ab 1959 wurde der Schützenkönig durch den besten Teiler ermittelt, wobei Lorenz Lohner mit einem 89-Teiler als erster die Königswürde erringen konnte.
Der Schützenverein Hofkirchen schoß damals in der Sektion Inning, zu der auch Permering, Hörgersdorf und Inning gehörten.
Wegen der steigenden Schießtätigkeit im Verein musste 1964 ein zweiter Schießstand errichtet werden.
Schützenmeister Nikodemus Lohner legte 1966 nach 16 Jahren sein Amt nieder und Konrad Bauer aus Haidstetten wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Mit der Anschaffung neuer Schützenanzüge im Jahre 1968 wollte man auch nach außen hin das Image des Vereins aufpolieren. Mit einem freudigen und einem traurigen Ereignis wurde der Verein im Jahr 1970 konfrontiert. Mit der Goldplakette des Schützengaues Erding anlässlich seines 75-jährigen Bestehens geehrt, musste der Verein den Tod des Herbergsvaters Peter Ettmüller im selben Jahr beklagen.
Zum ersten Mal wird 1973 die Gemeindemeisterschaft der Großgemeinde Taufkirchen in Geislbach ausgetragen, wobei Hofkirchen den 7. Platz belegte. Wegen Platzmangels und der regen Schießbeteiligung beschloss man 1975 eine neue Schießanlage im Saal des Gasthauses Ettmüller zu errichten. Im selben Jahr wurde auch zum ersten Mal eine Luftpistole angeschafft. Mit dem Tod der Herbergsmutter Anna Ettmüller am 19. April 1977 konnte nur noch ein eingeschränkter Schießbetrieb durchgeführt werden, was dazu führte, dass im Jahr 1977 kein Schützenkönig ermittelt wurde. Peter Ettmüller jun. stellte zwar seine Räumlichkeiten zur Verfügung, die Bewirtung musste jedoch vom Verein selbst durchgeführt werden. Als dann am 10. Mai 1978 Schützenmeister Konrad Bauer nach elfjähriger Vorstandschaft jäh aus unserer Mitte gerissen wurde, mussten die Hubertus-Schützen den schwersten menschlichen Schlag seit der Wiedergründung hinnehmen.
Mit Josef Mairoth als 1. Schützenmeister wählten die Mitglieder am 3. November 1978 einen jungen und tatkräftigen Mann zur Bewältigung der Schwierigkeiten an die Spitze des Vereins. Bei der Gauversammlung am 26. November 1978 wurde die Auflösung der Sektion Inning bekanntgegeben, und schon am 1. Januar 1979 trat der Schützenverein Hubertus Hofkirchen dem Gau Dorfen bei.
Am 13. Mai 1979 wurde die Fahne durch Herrn Hochwürden Bacher im kleinen, aber festlichen Rahmen nachgeweiht. Am 11. August 1979 begann man den Schießstand im Gasthaus Ettmüller abzubauen, um 2 Tage später die Ausbauarbeiten im alten Schulhaus zu beginnen. Noch termingerecht zur Schießsaison 1979/80 konnten die Schießstände und das Schützenstüberl am 5. Oktober 1979 fertiggestellt werden. In diesem Jahr wurde auch erstmals eine Jahresmeisterschaft durchgeführt.
Vom 1. - 13. April 1980 wurde zum ersten Mal der Schützenverein Hofkirchen mit der Austragung der Gemeindemeisterschaft beauftragt, wobei sich 253 Schützen beteiligten. Mit Johann Held als neuem Schützenmeister belegten die Hubertus-Schützen bei der Gemeindemeisterschaft 1982 den sensationellen und bis heute nicht mehr erreichten 3. Platz mit 1263 Ringen. In der gleichen Saison konnte die 1. Gaurundenmannschaft erstmals den Aufstieg in die B-Klasse feiern. Am 1. Mai 1982 wurde nach 20 Jahren ohne Maibaum im Rahmen eines Dorffestes wieder ein Prachtstangerl aufgestellt.
Am 26. Oktober 1984 wurde Hans Göttlicher zum neuen Schützenmeister gewählt. In seiner bis 1993 dauernden Amtszeit fiel das 90-jährige Gründungsfest im Jahr 1986 und der grundlegende Umbau des alten Schulhauses von 1987 bis 1992. Rechtzeitig zur 20. Gemeindemeisterschaft in Hofkirchen im März 1992 wurde der neue Schießstand fertiggestellt.


90-jähriges Gründungsfest im Jahr 1986 


Umbauarbeiten am alten Schulhaus 1987 


Schießstandeinweihung durch Kaplan Schinagel 1992 


Im Jahr 1993 wurde nach längerer Suche Christian Konrad zum neuen Schützenmeister gewählt. 1996 wurde das 100-jährige Bestehen des Schützenvereins mit einem zünftigen Weinfest sowie einem Festgottesdienst mit Fahnenweihe gefeiert.
Im Oktober 1996 stellte sich Vorstand Christian Konrad nicht mehr zur Wahl und da sich nach langen Debatten niemand dazu bereiterklärte, die Nachfolge anzutreten, wurde das 1. Schützenmeisteramt ein Jahr lang kommissarisch vom Vereinsausschuss bestehend aus Hans Göttlicher, Manfred Huber, Bruno Hübner und Josef Hörmann ausgeübt. Da der neue 2. Vorsitzende Michael Kronseder die Fäden immer mehr in die Hand nahm und sich dazu bereiterklärte den Posten des 1. Schützenmeisters zu übernehmen, wurde er am 24. Oktober 1997 einstimmig zum neuen Vorstand gewählt. In seiner nun bereits über 10-jährigen Amtszeit ging es sportlich wieder bergauf für die Hubertus-Schützen. Im Jahr 2003 richteten die Hofkirchner Schützen zum insgesamt dritten Mal die Gemeindemeisterschaft aus und belegten dabei Platz 9. In den folgenden Jahren konnten sich die Hofkirchner kontinuierlich bis auf den 5. Platz im Jahr 2009 nach vorne schieben. 2007 schafften auch erstmals in der Vereinsgeschichte beide Gaurundenmannschaften den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse, die erste Mannschaft schießt nun in der A-Klasse und hat sich dort mit den Plätzen 3 und 2 mehr als gut gehalten, die zweite musste allerdings nach nur einem Jahr in der B-Klasse wieder den Gang in die C-Klasse antreten. Das Jahr 2010 war sehr ereignisreich, denn die Hubertus-Schützen waren erneut Ausrichter der Gemeindemeisterschaft und wurden von den Vilstaler-Schützen Kienraching als Patenverein für das 100-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2011 ausgesucht und es wurde im September daher das Patenbitten durchgeführt. Beim Gründungsfest der Kienrachinger Schützen traten die Hofkirchner dann komplett neu eingekleidet als Patenverein auf. Bei schönstem Wetter haben die Keaninger ein wunderbares Fest aufgezogen, das an allen fünf Tagen sehr gut besucht wurde und noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.
Mit derzeit 106 Mitgliedern und durch die wieder größer werdende Zahl an talentierten Jungschützen sind die Hofkirchner Schützen für die Zukunft bestens gerüstet.


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